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Kammermusik-Ensemble "Memorial" in Wanfried

St. Petersburger Trio hilft alteren Menschen.

Drei junge russische talentierte Musiker spielten im Rahmen eines Wohltätigkeitskonzertes zugunsten der St. Petersburger "Memorial " - Gesellschaft in Wanfried dank einer Privatinitiative. Die hochbegabte Viktorija Lakissowa (geboren 1975) spielte auf dem alten Bechstein-Flügel zart und voller Kraft ihr "Lieblingsstück", die "Rhapsodie Espagnol" von Franz Liszt. Die gleichaltrige Anna Slojewa zeigte als Solistin besonders in Camille Saint-Saëns' Stück "Introductio et Rondeau ä Cappricio" mit großer Empfindsamkeit und mutigem Geigenstrich ihr Können. Und der 17jährige Dimitrij Jerjomin, bereits Musiker in der fünften Generation seiner Familie, begeisterte die über hundert Zuhörer nicht nur in dem vergnügten, russischen Volkstanz "Quadrille" des russischen Komponisten Rodion Tschedrin mit temperamentvollem, unbefangenem Cellospiel. Das noch so junge Trio, alle Schüler des St. Petersburger Konservatoriums, spielte auch in den Stücken von Mendelssohn Bartholdy. Beethoven und Haydn harmonisch und erstaunlich reif zusammen. Den Erlös auch dieser Konzertreise - die sie in 19 Tagen auch nach Jena, Berlin, Bremen und Hamburg führte -, wollen die Künstler uneigennützig dem Sozialfonds der Petersburger "Memorial"-Gesellschaft zur Finanzierung eines Altenheimes zur Verfügung stellen. Was ist die "Memorial"-Gesellschaft? Wer sind ihre Mitglieder? Es sind ehrenamtlich helfende Menschen in fast allen Städten der ehemaligen UdSSR, die sich unter der Leitung des Nobelpreisträgers Andrej Sacharow 1989 zu der internationalen demokratischen "Memorial" Menschenrechts und Wohltätigkeitsgesellschaft zusammenschlossen.

Ihr Ziel ist überparteilich die Geschichte staatlichen Sowjetterrors, also -zig Millionen konkreter Menschenschicksale aufzuarbeiten, den Opfern Hilfe zu leisten und gesellschaftlich dafür zu arbeiten, daß diese Geschichte sich nie wiederhole. Das Petersburger "Memorial" unterstützt seine etwa 3000 Mitglieder, vier Fünftel davon Rentner, materiell, juristisch und medizinisch und kontrolliert die örtlichen Gefängnisse auf Einhaltung der Menschenrechte.

Die jungen Musiker und ihr Begleiter Wladimir Schnittke -Leiter des Memorial-Sozial-fonds und ein Vetter des bekannten Komponisten Alfred Schnittke-, sind unterwegs, um den von der gegenwärtigen Wirtschaftsmisere besonders hart betroffenen alten Menschen zu helfen. Sie selbst brauchten dringend bessere Musikinstrumente.

Wer den jungen Künstlern auf ihrem vielversprechenden Weg helfen will, kann Spenden einzahlen auf das Konto des Deutsch-Russischen Austausches e.V. Konto-Nr. 3320001 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 10020500, Förderverein für "Memorial" St. Petersburg. (Spenden auf dieses Konto sind steuerlich absetzbar).

Renata von Trott

 

 

 

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