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Von der Newa an die Queich: ein Urlaub mit musik

Der Cellist Dmitri Eremin und die Pianistin Natalia Arzumanova erarbeiten in Landau im Hause Fruhmesser ihr CD-Programm.

Im Herbst war Dmitri Eremin, der 25-jährige Solocellist der weltberühmten St. Petersburger Philharmoniker zum ersten Mal in Landau und gab mit dem ebenfalls in der alten Zaren-stadt an der Newa lebenden Pianisten Andrej Iwanowitsch zwei gefeierte Kammerkonzerte in Bad Bergzabern und Landau. Nun ist der begnadete junge Virtuose in diesem Sommer erneut nach Landau gekommen, diesmal zusammen mit der Pianistin Natalia Arzumanova, die als Korrepetitorin am Mariinsky-Theater in St. Petersburg arbeitet und zugleich Professorin für Kammermusik am Petersburger Rimsky-Korsakov-Konservatorium ist...

Ihr gemeinsames Spiel mit Dima Eremin im Hause Frühmesser galt da­gegen einem intimeren Gegenstand, der Erarbeitung von Werken für Violincello und Klavier, die beide Anfang der Woche in Germersheim für eine CD eingespielt haben. Neben drei Fantasie­stücken op. 73 von Schumann besteht das Repertoire dieser Einspielung im Kern aus der a-moll-Sonate op. 36 von Grieg und der Arpeggione-Sonate a-moll D 821 von Franz Schubert.

Wie beim Vortrag im Rahmen eines Hauskonzertes zu erleben war, werden hier kammermusikalische Interpretationen ersten Ranges dokumentiert, die durch die eminente Sensibilität im differenzierten kammermusikalischen Dialog wie durch die zwingende Intensität im Ausdruck höchsten Ansprüchen gerecht werden.

So spielen Natalia Arzumanova und Dmitri Eremin die im Ausdruck weit gespannte Grieg-Sonate mit glutvoller Emphase und einer atemberaubenden Vielfalt an expressiven Gesten.

Die Wiedergabe der Arpeggione-Sonate ist von gleicher Dichte und Differenzierung und verwirklicht in kongenialer Weise den innigen und melancholisch gestimmten Ton dieser Musik wie ihre tänzerische Leichtigkeit, die von dem Petersburger Meisterduo geradezu "weanerisch" serviert wird. Faszinierend ist aber nicht zuletzt auch die dynamische Anlage dieser Interpretation, die mit ungebrochener Spannung Schuberts Werk in erregender Weise zu sich selbst bringt.

Von Karl Georg Berg

 

 

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