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Meisterkonzerte.

 

Celloensemble St. Petersburg

Das CELLOENSEMBLE ST. PETERSBURG wurde 1975 von Professor Anatolj Nikitin, dem Solocellisten der St. Petersburger Philharmoniker, gegrundet und konnte danach sehr schnell zum „Lieblingskind" der St. Petersburger Musikliebhaber avancieren.

Das Ensemble besteht ausschlieBlich aus Schulern von Professor Nikitin, der selbst seine musikalischen Studien bei Mstislaw Rostropowitscri abschloB und mit Dirigenten wie Evgenj Mrawinsky, Gennady Roshdestvensky, Zubin Mehta und Yuri Temirkanow auftrat. So verwundert es nicht, daB alle Mitglieder in der beruhmten Cellosektion der St. Petersbur­ger Philharmoniker mitwirken.

Konzertreisen fuhrten das Ensemble bereits durch viele Lander wie RuBland, Lettland, Littauen, Georgien, Armenien, die Schweiz und Finnland. Im Mai 1994 war es auf groBer Japan-Tournee und trat auch in der weltberuhmten Suntory Hall in Tokyo auf. Am selben Ort entstanden auch zwei CD-Aufnahmen fur die japanische Firma King Records.

Bei ihrer Fruhjahrstournee durch die Schweiz machen sie auch in Waldkraiburg Station.

Auf dem Programm stehen Werke ostli-cher Komponisten wie Prokofieff, Tschai-kowsky, Part, Borodin, Glazunow, Kat-schaturian, Schwarz, Asaraschwili, Rimsky-Korsakoff.

 

ZUM PROGRAMM

Die meisten Werke des Konzertprogramms des Celloensembles St. Petersburg sind Bearbeitungen. Die Kompositionen von Wascha Asaraschwili, Pablo Casals, Arvo Pert und Heitor Villa-Lobos sind hingegen original fur diese Besetzung ge-schrieben.

Stellvertretend dafur soli hier naher auf Arvo Perts "Fratres fur Celloensemble" ein-gegangen werden. Part lasst sich in seinen Werken von dem Prinzip leiten, fur die Idee des Stuckes die moglichst einfache Formel zu finden, aus der die Musik dann wie von selbst erwachst. Parts Kompositionen sind mathematisch logisch, sehr durchsichtig und tauschen oft uber die spieltechnischen Raffi-nessen und Schwierigkeiten hinweg. Die "Fratres fur Celloensemble" stammen aus dem Jahr 1977. Sie sind ein Stuck aus Parts "stiller Zeit". Die Musik der Stille fand Part im Studium katholischer Kirchenmusik des aus-gehenden Mittelalters und der Renaissance. Das musikalische Material ist aufs ausserste reduziert. Im wesentlichen beschrankt sich Part auf die Verwendung des a-moll-Drei-klangs und der harmonischen d-moll-Skala, die so miteinander verbunden werden, dass sich das Stuck in einer musikalischen Spiral-form entwickelt. Parts Werke gehoren, wie wenig andere, zu jenem Einfachen, das schwer zu machen ist.

DAS ENSEMBLE
Schon bald nach seiner Grundung wurde das Celloensemble St. Petersburg zum
"Lieblingskind" der St. Petersburger Musik-szene. Das Ensemble besteht ausschliess-lich aus Schulerinnen und Schulem des Grunders und musikalischen Leiters Profes­sor Anatolj Nikitin. Alle Mitglieder wirken auch in der beruhmten Cellosektion der St. Petersburger Philharmoniker mit. Professor Nikitin selbst ist Solocellist dieses beruhmten russischen Orchesters.

Die Besetzung des Ensembles kann, je nach Repertoire, variieren. Erfolgreiche Konzert-reisen fuhrten es bereits durch ganz Ost-europa, Finnland und die Schweiz. In zahl-reichen Fernseh-, Schallplatten- und Radio-aufnahmen konnte das Celloensemble seine kunstlerische Bedeutung und seine hohe Qualitat unter Beweis stellen. Verschiedene renommierte russische Komponisten schu-fen eigens Kompositionen fur das Ensemble.

DAS VIOLONCELLO

"Das Geiglein", so konnte man die italieni-sche Bezeichnung "Violoncello" ubersetzen. Das Cello ist das Tenor-Bass-Instrument der Viola da braccio-Familie, wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelt und gehort zu den vielseitigsten und ausdruckstarksten Musikinstrumenten.
Die sechssaitige Viola da Gamba machte lange Zeit dem Violoncello in der Gunst des
Publikums und der Interpreten den Rang streitig. Im 17. Jahrhundert war die Viola da Gamba das etablierte Solo-, Kammermusik-und Orchester-Bass-lnstrument. Sie erfreute sich grosser Beliebtheit und war weitaus einfacher zu spielen als das vergleichsweise behabige Cello. Nur langsam begannen Mu-siker und Musikliebhaber die Vorzuge des kraftigeren "Geigleins" zu schatzen und ihm den Vorzug gegenuber der schmalbrustigen Viola da Gamba zu geben. Heute ist das Violoncello als Solo- und Begleitinstrument nicht mehr wegzudenken.

 

Eine kleine mechanische Erfindung hat un-gemein viel zur Verbreitung des Cellos bei-getragen und hat das Leben der Cellisten und Cellistinnen enorm erleichtert: der Sta-chel. Die altesten Celli hatten noch keine Stutzhilfe. Der Spieler stutzte das Instrument im Sitzen auf den Boden, im Stehen auf ei-nen Hocker, oder er hangte es sich mit ei-nem Gurt um. Die linke Hand benutzte er gleichzeitig, um die Saiten zu greifen und um das Cello zu stutzen. Das schrankte die Reichweite und Beweglichkeit der Finger auf dem Griffbrett stark ein. Noch vor 1700 an-derte sich die Haltung: der Cellist stellte seine Fusse zusammen oder kreuzte sie leicht, um das Instrument auf seinen Waden abzustutzen. Eine Haltung, die fur die Da-men der damaligen Zeit naturlich unschick-lich war. Die Erfindung, die das Cellospielen auch fur Damen ermoglichte und es den -vor allem alteren - Herren ungemein erleich-terte, war der in der Hohe verstellbare "Stachel". Der Stachel wurde zum Aufstut-zen des Instrumentes auf dem Boden um 1860 allgemein gebrauchlich und ist es bis heute geblieben.

 

Kammerkonzert

 

CELLOENSEMBLE ST. PETERSBURG Leitung: PROF. ANATOLJ NIKITIN
Ausfiihrende: Kirill Krawzow, Alexej Wassilijew, Serej Novikow, Kirill Timofejew, Dimitri Jeromin, Taras Trepel, Kirill Archipow ajle Violoncello und Irina Nikitina, Klavier

Program

Georg Friedrich Handel (1685-1759)
Passacaglia
Bearbeitung fur Celloensemble: Anatoij Nlkitin

Peter I. Tschaikowsky (1840-1893)
Humoreske
Bearbeitung fur Celloensemble: Anatoij Nikitin

Arvo Part (*1937)
F r a t r e s   fur Celloensemble (1977)

Jacques Ibert (1890-1962)
Kleiner     weisser    Esel
Bearbeitung fur Celloensemble: Anatoij Nikitin

Aram Katschaturian (1903-1978)

W i e g e n I i e d
Bearbeitung fur Celloensemble: Alexandr Oratjwsky

Sabeltanz
Bearbeitung fur Celloensemble: Vladimir Sokoloff

Wascha Asaraschwiii (*1936)
Lied    ohne   Worte   fur Celloensemble

PAUSE

Heitor Villa-Lobos (1887-1959)
"Bac h i a na   B r a s i I e i r a" Nr. 1
fur Celloensemble
Animato, Andante, Un poco animato

Alexander Glasunow (1865-1936)
Spanische   Serenade Lied   des   Ministrel
Bearbeitung fur Celloensemble: Anatoij Nikitin

Pablo Casals (1876-1973)
Lied    der   Vbgel   fur Celloensemble

Nikolaj Rimsky-Korsakoff (1844-1908)
Hummelflug
Bearbeitung fur Celloensemble: Qennadj Bjelow

 

 

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